Anpacken statt zugucken

„Die Ausbildung ist vielfältig und ich lerne viele Bereiche der PTB kennen. Es ist kein eintöniger Bürojob – man kann aktiv an Versuchen teilnehmen". Laura Timm, PTB Braunschweig

Unterstützung

„Wenn ich Fragen zur Mathematik oder Physik habe, unterstützen mich die Physiker am Institut tatkräftig: Es gibt immer jemanden, der mir gerne hilft.“ Sarah Pommerien, TU Braunschweig

Härtetest

„Mich auf eine interessante Aufgabe zu konzentrieren, fiel mir schon immer leicht.“ Finn Lenz, Fraunhofer IST

Einblick

„Es gibt jeden Tag etwas neues zu entdecken.” Eike Schnorbus, Fraunhofer IST

Verantwortung

„Es macht Spaß an riesigen Beschichtungsanlagen zu arbeiten. Die Kollegen vertrauen auf unsere Mitarbeit, das ist ein cooles Gefühl” Yvonne Bruchmann, Finn Lenz, Fraunhofer IST

Kreativität

„Hier kann ich eigene Ideen mit viel Kreativität und Engagement selbständig umsetzen. Das nötige Wissen vermittelt meine Ausbilderin.” Sebastian Reinert, PTB Braunschweig

Selbstständigkeit

„Tolles Gefühl, wenn man selbstständig an Versuchaufbauten basteln darf.” Susi Bittner, TU Braunschweig

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Mit Technik begeistern

Von Finn Lenz, Fraunhofer IST

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Der komplette Versuchsaufbau in der Übersicht


Irgendwann im Mai. Der Chef kommt in unser Büro. Wir erhalten folgende Instruktionen:

Wir sollen eine Präsentation zum Seebeck- und Peltier-Effekt  halten. Wer was macht, liegt bei uns. Das Schlimmste: Die halbe Abteilung und die TU-Azubis sollen dabei sein, inklusive ihrer Ausbilder.

Ich wähle den Peltier-Effekt, um zwanzig Minuten Internet-Recherche später zu wissen, dass der Seebeck-Effekt einfach die bessere Wahl gewesen wäre. Aber egal  eine weitere Internet-Recherche später habe ich sie: die perfekte Idee.

Am Tag darauf schnappe ich mir eine Platine und eine Hand voll Bauteile und bis zum Mittag läuft ein Prototyp des „Temperatur-Differenz-Visualisators“  zwar noch nicht bereit zur Präsentation, aber er lief.

Das Teil musste aussehen, als wäre es direkt von der ISS zu mir ins Büro gefallen, damit es von dem leicht provisorischen Versuchsaufbau ablenkt und meine Zuhörer verstehen, was ihnen mein Versuch bringen soll. Etwas Plastik, Aluklebeband und ein wichtig aussehender Schriftzug waren schnell zusammengestellt.

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Ob die Temperatur ab- oder zunimmt zeigt der Pfeil an

Am nächsten Morgen war die Präsentation. Das Publikum staunte nicht schlecht, als es diesen spacigen, silbrig glänzenden Kasten in der Größe einer Kaffeepackung sah, auf dem ein Dutzend Leuchtdioden zwei Pfeile bildeten, die in unterschiedliche Richtungen zeigten  schließlich ging es darum, die durch den Peltier-Effekt hervorgerufene Temperaturdifferenz sichtbar zu machen. Es hat mich selbst ein bisschen überrascht, aber richtig begeistert habe ich die Zuschauer, glaube ich, als die Pfeile dann auch noch die Richtung der Temperaturdifferenz zeigten. Aufgabe gelöst.

Und das alles nur mit ein wenig technischem Verständnis, einem leicht modifizierten Bauplan aus dem Internet und etwas zweckentfremdetem Kleinkram.